STIFTUNG MERCATOR

Die Stiftung Mercator unterstützt bundesweit Initiativen zur Verbesserung der sprachlichen und fachlichen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund durch außerschulischen Förderunterricht, der von Studierenden erteilt wird.

An 35 Standorten werden Kinder und Jugendliche der Klassen 5-10 (Sekundarstufe I) sprachlich und fachlich in Kleingruppen von 3-7 Schülern individuell gefördert. Ziel der Förderung ist es, ihre Chancen auf einen erfolgreichen Schulabschluss zu erhöhen. Sie richtet sich insbesondere auf die sprachlichen Aspekte des Fachunterrichts. Für die Schüler ist die Teilnahme am Förderunterricht kostenfrei.

Das Projekt "Förderunterricht" beschreitet darüber hinaus neue Wege: Nicht nur die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen profitieren, sondern auch die Studierenden, die den Förderunterricht erteilen. Durch das Projekt können sie Methoden im Umgang mit sprachlich und kulturell heterogenen Schülergruppen erproben. Damit der Förderunterricht professionell durchgeführt wird und nicht nur für Schüler eine fachliche und soziale Bereicherung darstellt, werden die Förderlehrer von den beteiligten Hochschulen pädagogisch geschult und begleitet. Als Unterrichtsmaterial dienen häufig selbst erstellte Arbeitsbögen, Spiele, Rätsel und Lieder, die von den Studierenden und ihren Betreuern an der Hochschule den Bedürfnissen ihrer Schüler entsprechend erarbeitet werden.

Weitere Informationen zum Projekt "Förderunterricht" erhalten Sie bei:

Stiftung Mercator GmbH
Huyssenallee 44
45128 Essen
Internetpräsenz der Stiftung Mercator.


KOOPERATION MIT DEM MODELLPROGRAMM FÖRMIG

An 13 Standorten in sieben Bundesländern ist es gelungen, eine Verbindung der Förderunterrichtsprojekte mit Projekten des Modellprogramms "FÖRMIG" zu etablieren. So können Synergien sowie Erkenntnisse und Erfahrungen beider Projekte genutzt werden. Denn beide Programme haben dasselbe Ziel vor Augen: die Verbesserung der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Um diese Zusammenarbeit auch finanziell zu unterstützen und zu stärken, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung zusätzliche Mittel in Höhe rund 800.000  (Stand 6.12.2005) für diese Standorte bereitgestellt.

Mercator-FÖRMIG-Projekt Berlin
Berlin (01.05.2005 - 31.12.2007)
Land Berlin, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport
Ansprechpartnerin: Frau Hecke
Telefon +49 (0)30 9026 -5863
Barbara.Hecke@senbjs.verwalt-berlin.de
Mercator-FÖRMIG-Projekt Bielefeld
Bielefeld (01.05.2005 - 31.12.2006)
Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
Projekt Förderunterricht für Schülerinnen und Schüler nicht deutscher Herkunftssprache
Ansprechpartnerin: Beatrix Hinrichs M.A.
Telefon +49 (0)521 106 -3633
Beatrix.Hinrichs@uni-bielefeld.de
Mercator-FÖRMIG-Projekt Bochum
Bochum (01.06.2005 - 31.12.2007)
Stadt Bochum, Schulverwaltungsamt, RAA Bochum
Ansprechpartnerin: Nurhan Dogruer-Rütten
Telefon +49 (0)234 910 -1800
dogruer-ruetten@bochum.de
http://www.ruhr-uni-bochum.de/zla/Projekte/Veranstaltungen/ModulSprachfoerderung/index.html
Mercator-FÖRMIG-Projekt Bremen
Bremen (01.01.2006 - 31.12.2008)
Universität Bremen
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu
Telefon +49 (0)421-218 2063
karakasoglu@uni-bremend.de
Prof. Dr. Stefanie Haberzettl
Telefon +49 (0) 421-218 2068
Dr. Bernhard Broschert
Telefon +49 (0) 421-218 2063
Mercator-FÖRMIG-Projekt Dortmund
Dortmund (01.08.2005 - 31.07.2007)
Universität Dortmund, Sprachenzentrum
Ansprechpartner: Dr. Elmar Winters-Ohle
Telefon +49 (0)231 755 -4137
elmar.winters-ohle@uni-dortmund.de
Mercator-FÖRMIG-Projekt Dresen
Dresden (01.12.2005 - 31.08.2007)
Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit Dresden (FH), Regionalschulamt Dresden
Ansprechpartnerin: Marion Gemende
Telefon +49 (0)351-4690248
Marion.gemende@ehs-dresden.de

In Zusammenarbeit mit dem Projekt "Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund" der Stiftung Mercator und dem Modellprogramm FÖRMIG SACHSEN werden unter der wissenschaftlichen Leitung von Frau Prof. Dr. Marion Gemende, Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit Dresden (FH), Schülerbiografien dokumentiert und ausgewertet.

Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund (aus FÖRMIG-Programmschulen), die aus Vorbereitungsklassen für Deutsch als Zweitsprache in Regelklassen übergehen und von der Stiftung Mercator gefördert werden, sind die Zielgruppe. Es werden sprachliche Integrationsprozesse innerhalb bzw. in Bezug zur Schule untersucht.

Mit diesem Projekt werden die Schnittstellen evaluiert, die in der Evaluation des FÖRMIG-Programmträgers nicht explizit vorgesehen sind. Somit ergänzt dieses Projekt die landeseigene Evaluation von FÖRMIG SACHSEN.

Als Ergebnis werden Maßnahmen formuliert, die Wege aufzeigen, wie individuelle schulische Integrationsprozesse verbessert werden können, sowohl im Hinblick auf die Optimierung von Bildungschancen als auch auf die effektivere Nutzung der vorhandenen Zwei- und Mehrsprachigkeit als Bildungsressource.


Mercator-FÖRMIG-Projekt Duisburg

Duisburg (01.05.2005 - 30.04.2008)
Stadt Duisburg, RAA Duisburg
Ansprechpartnerin: Marlies Steinhaus
Telefon +49 (0) 203 283 -5125
m.steinhaus@stadt-duisburg.de

Seit Mai 2005 ist das Duisburger Kooperationsprojekt der Stadt und der Stiftung Mercator ein strategischer Partner der Duisburger Projektschulen des FÖRMIG-Projektes NRW. Es werden Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufen dieser Schulen beim Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule gezielt unterstützt. In Fördergruppen mit maximal 6 Teilnehmern wird eine individuelle Förderung gewährleistet und Deutschförderung mit fachlicher Förderung verbunden.

Der Unterricht, der von Studierenden der Universität Duisburg/Essen erteilt wird, findet entweder an den beteiligten Schulen oder am Standort des "Förderunterrichts für Migrantenkinder" an der Walther-Rathenau-Straße statt. Die Förderung wird in enger Kooperation der Förderkräfte mit den Lehrern der beteiligten Schüler und der FÖRMIG-Projektkoordinatorin, Frau Heidi Scheinhardt-Stettner, durchgeführt.


Mercator-FÖRMIG-Projekt Essen
Essen (01.05.2005 - 31.12.2006)
Universität Duisburg-Essen, Campus Essen
Fachbereich Geisteswissenschaften, Deutsch als Zweitsprache
Ansprechpartnerin: Dr. Claudia Benholz
Telefon +49 (0)201 183 -3248
claudia.benholz@uni-essen.de
http://www.uni-essen.de/foerderunterricht/
Mercator-FÖRMIG-Projekt Gelsenkirchen
Gelsenkirchen (01.08.2005 - 31.01.2008)
Stadt Gelsenkirchen, RAA Gelsenkirchen
Ansprechpartnerin: Renate Henscheid
Telefon  +49 (0)209 169 -8567
Renate.Henscheid@gelsenkirchen.de
Mercator-FÖRMIG-Projekt Hamburg
Hamburg (01.06.2005 - 31.05.2008)
Universität Hamburg, Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft
Leitung: Prof. Dr. Ursula Neumann
Ansprechpartnerin: Linda Riebling
Telefon  +49 (0)40 42838 -4299

Ziel des Projektes ist es, die sprachlichen und fachlichen Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund durch außerschulischen Förderunterricht zu verbessern. Es gibt sowohl Angebote für Deutsch als Zweitsprache als auch Förderunterricht in den Unterrichtsfächern der Schule. Ein besonderer Wert wird auf die Förderung von Deutschkenntnissen in Verbindung mit den fachspezifischen Merkmalen der Schulsprache gelegt werden, da hierin eine besondere Hürde für den Lernzuwachs bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund gesehen wird. Auch persönliche Beratung bei Schulfragen, Elterninformation und Hilfestellung bei Bewerbungen und der Suche nach Praktikumsstellen wird geboten. Pressemitteilung >>>

Positive Bilanz: Nach dem erstem Halbjahr haben Lehramtsstsudierende der Universität Hamburg 180 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund der Klassen 4 bis 10 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik gefördert. 67 Prozent der Schülerinnen und Schüler haben sich in der Schule verbessert, 32 Prozent konnten bereits im Halbjahreszeugnis bessere Noten erreichen - im Durchschnitt verbesserten sich die Kinder dann um mehr als eine ganze Notenstufe. Bei insgesamt 60 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben die Lehrer außerdem eine positiv veränderte Einstellung zum Unterricht feststellen können. Pressemitteilung >>>

Nach Ablauf der Förderung durch die Mercator Stiftung wird das Projekt an der Universität Hamburg unter dem neuen Namen "Interkulturelles Schülerseminar (IKS)" weiterhin angeboten.


Mercator-FÖRMIG-Projekt Köln
Köln (01.08.2005 - 31.07.2008)
Universität Köln, Seminar für Deutsche Sprache und ihre Didaktik
Ansprechpartnerin: Dr. Gabriele Kniffka
Telefon +49 (0)221 470 -7717
gabriele.kniffka@uni-koeln.de
http://www.uni-koeln.de/ew-fak/Deutsch/projekte/SprachFoerderprojekt/index.htm
Mercator-FÖRMIG-Projekt Potsdam
Potsdam (01.9.2005 - 31.08.2008)
Universität Potsdam, Humanwissenschaftliche Fakultät, Institut für Grundschulpädagogik
Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Agi Schründer-Lenzen
Telefon +49 (0)331-977-2447
lenzen@rz.uni-potsdam.de

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Agi Schründer-Lenzen werden das Modellprojekt FÖRMIG und der über die Stiftung Mercator finanzierte Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in den Klassen 5 und 6 strukturell und inhaltlich für das Land Brandenburg koordiniert. Eine strukturelle Verzahnung der Projekte ist zunächst durch eine Konzentration des Förderunterrichts auf solche Schulen gegeben, die in FÖRMIG als Basiseinheiten fungieren. Somit kann der Förderunterricht als Unterstützung der in FÖRMIG intendierten Optimierung bildungsbiographischer Schnittstellen wirksam werden. Gleichzeitig kann der Förderunterricht inhaltlich durch die in FÖRMIG geleistete Schulentwicklungsarbeit in die durchgängige, institutionenübergreifende Sprachförderung eingebunden werden. Ob sich diese Konstellation als günstig für die Übergangsentscheidungen von der Grundschule in die Sek.I erweist und welche weiteren Kontextbedingungen erfolgreiche Bildungskarrieren von Migrantenkindern ermöglichen, soll anhand der Schulkarrieren von Förderkindern des Mercatorprojekts rekonstruiert werden.


Mercator-FÖRMIG-Projekt Saarbrücken
Saarbrücken (01.10.2005 - 30.09.2008)
Universität des Saarlandes, Fachrichtung Germanistik/Deutsch als Fremdsprache
Ansprechpartner: Prof. Dr. Lutz Götze
Telefon +49 (0)681-3022937
l.goetze@mx.uni-saarland.de
http://www.uni-saarland.de/fak4/fr41/goetze/projekte/projekte.mercator.html

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Eröffnung FÖRMIG-Kompetenzzentrum
17. Juni 2010