PROJEKTBESCHREIBUNG

Das Länderprojekt FÖRMIG NRW beteiligt sich in vier Schwerpunkten am Modellprogramm FÖRMIG. Umgesetzt wird das Länderprojekt in 70 Basiseinheiten von gut 100 Mitwirkenden und zahlreichen Kooperationspartnern. Gefördert werden rund 2000 Kinder und Jugendliche. 

Schwerpunkt 1: Sprachstandsfeststellung und Sprachförderung
Dieser Bereich befasst sich mit Sprachbeobachtungsverfahren im Elementarbereich und Verfahren der Sprachstandsfeststellung vor und in der Grundschule sowie beim Übergang in die Sek I. Drei Verfahren sollen in Verbindung mit Sprachförderkonzepten erprobt und bewertet werden: SISMIK (Wuppertal, Remscheid und Solingen), der bereits in NRW erprobte CITO-Test (Duisburg) sowie das Hamburger Verfahren HAVAS 5 (Mönchengladbach und Neuss). Die Wirksamkeit von Sprachfördermaßnahmen soll durch Erhebung von Sprachentwicklungsbiographien über vier Jahre überprüft werden.
Außerdem werden Maßnahmen des "Kompetenzzentrums Sprachförderung" in Köln eingebunden: die "Koordinierte Alphabetisierung im Anfangsunterricht" (KOALA) und Sprachförderung in der Sek I bis hin zum Übergang in den Beruf. 

Die Entwicklungsarbeiten werden in Basiseinheiten in den Regionen Duisburg, Neuss Mönchengladbach, Köln, Wuppertal Solingen, Remscheid umgesetzt.

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Schwerpunkt 2: Sprachförderung als Baustein von Ganztagsangeboten
Fokus in diesem Bereich ist die Sprachförderung als Baustein von Ganztagsangeboten. Es geht um den Stellenwert von Sprachförderung und interkulturellem Lernen im offenen Ganztag und um die Optimierung einer gezielten Sprachförderung am Nachmittag.
Dazu soll mit Partnern der Jugendhilfe kooperiert und die Kinder bei Hausaufgaben unterstützt werden, um durch außerunterrichtliche Sprach- und Sprechanlässe (z.B. im musisch-kulturellen Bereich, Sport oder Freizeit) eine gezielte Sprachförderung am Nachmittag zu optimieren. Der Zusammenarbeit mit den Eltern kommt dabei eine entscheidende Bedeutung zu. Der Schwerpunkt liegt im Übergang vom Kindergarten in die Ganztagsgrundschule. Eine Erweiterung um beispielhafte Ganztagesangebote aus der Sek I und das innovative Vorhaben der "Sprachcamps" ist geplant.  

An diesem Schwerpunkt sind Basiseinheiten in den Regionen Dortmund, Bochum und Herne beteiligt.

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Schwerpunkt 3: Sprachförderprogramme in Deutsch, Herkunftssprachen und Fremdsprachen
Dieser Bereicht entwickelt Sprachförderprogrammen in Deutsch bzw. den Herkunftssprachen und den Fremdsprachen.
Dazu wird beobachtet, was unterschiedliche Fächer zur Entwicklung der sprachlichen Gesamtkompetenz und zur Kontinuität in der Förderung beitragen. Es soll geprüft werden, durch welche Instrumente sich Sprachstände bei Schülerinnen und Schülern angemessen dokumentieren lassen. Zudem sollen Unterrichtsmodule, die die Schülerinnen und Schüler mit dem Verfahren der Selbstevaluation vertraut machen, entwickelt werden.

Realisiert wird die Arbeit in Basiseinheiten in den Regionen Duisburg und Essen

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Schwerpunkt 4: Sprache in der beruflichen Qualifikation / regionale Ausbildungsverbünde

In diesem Schwerpunkt werden Konzepte und pädagogische Ansätze an der Schnittstelle Sekundarstufe/Berufsausbildung entwickelt. Die Stärken migrierter Jugendlicher auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt sollen zur Geltung gebracht werden, die sprachliche Bildung gefördert und Berufsorientierungshilfen und Unterstützung im Bewerbungsverfahren geboten werden. Kooperationspartner sind u.a. Agenturen für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer, die Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk und das Berufliche Qualifizierungsnetzwerk für Migrantinnen und Migranten.

Basiseinheiten in diesem Schwerpunkt sind in den Regionen Düsseldorf, Bielefeld und Herford aktiv.

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