PROJEKTBESCHREIBUNG
Entwicklung eines Sprachfördernetzwerkes in einem mittelstädtischen Raum (Bad Kreuznach)

Das Projeht dient der Vernetzung bestehender Sprachfördermaßnahmen (auch muttersprachlicher) und -institutionen.  Das pädagogische Personal sowie die Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund sollen qualifiziert werden. Die Formen der Zusammenarbeit von Kindergärten, Grundschulen, Schulen der Sek I, Eltern, Weiterbildungseinrichtungen und Migrantenorganisationen sollen ausgebaut und  verstetigt sowie die Übergänge Kita/Grundschule und Grundschule/Sek I effizienter gestaltet werden.

Dazu werden bereits bestehende Methoden zur Sprachförderung bewertet; die Wirksamkeit einer Sprachlernbiografie auf den Informationsfluss zwischen den beteiligten Institutionen überprüft; die Auswirkungen einer frühen, mit den Eltern abgestimmten Sprachförderung untersucht; die Notwendigkeit unterschiedlicher Sprachfördermaßnahmen für Mädchen und Jungen überprüft; Verfahren der Sprachbeobachtung und darauf aufbauende Sprachförderkonzepte (z.B. SISMIK) erprobt sowie die Wirksamkeit von "Geh-Strukturen" in der Elternarbeit überprüft.

An der Umsetzung beteiligen sich zwei Basiseinheiten in Bad Kreuznach: die Grundschulen Hofgartenstr. und Dr. Martin-Luther-King. Getragen wird das Projekt von 43 Mitwirkenden und 24 Kooperationspartnern. Gefördert werden 450 Kinder und Jugendliche, einbezogen sind 300 Eltern.   

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Ausbildungsvorbereitung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf eine qualifizierte Berufsausbildung in der Pflege (AMquiP)

Zielgruppe sind schulpflichtige Jugendliche mit Migrationshintergrund im Anschluss an das 9. Jahr der Hauptschule mit Abschlusszeugnis bzw. einem als gleichwertig anerkannten ausländischen Schulabschluss, die arbeits- und/oder ausbildungslos sind und eine grundlegende Orientierung für das Gesundheits-/Sozialwesen mitbringen. Während einer zweijährigen sozialpädagogisch begleiteten Ausbildungsvorbereitung erwerben sie die erforderlichen Kompetenzen für die Aufnahme einer qualifizierten Berufsausbildung in der Pflege.

Den schulischen Rahmen bilden die Berufsfachschulen I und II in der Fachrichtung Gesundheit/Pflege. Neben einer gezielten (fach-)sprachlichen Förderung werden hier insbesondere methodische Kompetenzen sowie eine fachtheoretische und fachpraktische Grundbildung vermittelt. Der erfolgreiche Besuch der Berufsfachschule II beinhaltet den Erwerb des qualifizierten Sekundarabschlusses I und beseitigt damit auch eine formale Hürde, die der Pflegeausbildung entgegensteht.

Ergänzt wird dieser schulische Teil durch gelenkte betriebliche Praktika. Die Schüler werden so frühzeitig in die betriebliche Praxis eingebunden. Ihnen werden realitätsnahe berufliche Erfahrungen und berufliche Handlungskompetenzen vermittelt, durch die wiederum zusätzliche Motivation zum Lernen und Arbeiten geschaffen werden kann. Den Praktikumsbetrieben erlauben die Einsätze zudem eine Vorauswahl potentieller Auszubildender.

Mit diesem Vorhaben soll die Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen erhöht und so ihre Chance auf Überleitung in ein betriebliches Ausbildungsverhältnis verbessert werden, in enger Kooperation der Lernorte Berufsfachschule und Betrieb.

Die Umsetzung des Projektes wird von 37 Mitwirkenden getragen, einbezogen sind 18 Kooperationspartner, spezielle gefördert wurden rund 50 Schüler(innen) in zwei Modellklassen der Berufsfachschule.

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Eröffnung FÖRMIG-Kompetenzzentrum
17. Juni 2010