SACHSEN

Der Freistaat Sachsen beteiligt sich mit dem Projekt "Durchgängige Sprachbildung (FÖRMIG Sachsen)". Laufzeit 01.05.2005 - 31.07.2009. Im Anschluss daran findet eine Trasnferphase vom 01.08.2009 bis 31.07.2013 statt.

Ausgangssituation
Mehr als 80% aller Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Sachsen haben in einem anderen Land ihre Schullaufbahn begonnen. Die zahlenmäßig größte Migrantengruppe in Sachsen sind neben Spätaussiedlern die Vietnamesen, deren in Sachsen geborene Kinder derzeit vorwiegend im Kindergarten- oder Grundschulalter sind. Der prozentuale Anteil der Migranten an der Gesamtschülerschaft beträgt in Sachsen 2,7%. Die Kinder und Jugendlichen kommen aus 120 Ländern und bringen mit ihrer Zwei- und Mehrsprachigkeit eine wichtige Bildungsressource mit.

Für eine chancengleiche Fortsetzung der begonnenen Bildungslaufbahn wird in Sachsen zunächst eine individuelle besondere Schullaufbahnberatung durch die Schulaufsicht für jeden Schüler als Bestandteil der Sächsischen Konzeption zur Integration von Migranten abgesichert, die in der aufnehmenden Schule durch Betreuungslehrer fortgesetzt wird. Die sich anschließende systematische und schullaufbahnbegleitende sprachliche Förderung erhält mit einer laufenden Lehrplanreform eine neue Qualität.

Transferprogramm
Im Anschluss an die Modellprogrammphase beginnt in Sachsen für die Zeit bis zum 31.Juli 2013 ein Transferprojekt, das mit der Tagung am 10. September 2009 eröffnet wurde. Das Transferprojekt strebt die "Professionalisierung der sprachlichen Bildung, ausgerichtet auf alle Schüler zur Realisierung eines optimalen Schulerfolgs" sowie die "Gewährleistung einer chancengerechten und individuellen Bildungslaufbahn für jeden Schüler mit Migrationshintergrund" an. Weitere sächsische Schulen können nun die FÖRMIG-Ergebnisse nutzen.
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Eröffnung FÖRMIG-Kompetenzzentrum
17. Juni 2010