Pressemitteilungen 2007

Stiftung Lesen vergibt renommierten AusLese-Preis 2007 an das Modellprogramm FÖRMIG

In der Laudatio heißt es: "Für vorbildliches Engagement in der Leseförderung verleiht die Stiftung Lesen den Preis AusLese 2007 - gestiftet von der Commerzbank Stiftung - in der Kategorie "Hervorragende Initiativen" an das Projekt "FÖRMIG". Das Modellprogramm FÖRMIG trägt auf vorbildliche Weise zur Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei. Durch die Erhöhung der Erfolgschancen Mehrsprachiger an deutschen Schulen wirkt FÖRMIG struktureller Diskriminierung entgegen. Das Programm erkennt die Wichtigkeit der Erstsprache als "Wegbereiterin" für das Erlernen der Zweitsprache an und reagiert damit auf aktuelle Forschungsergebnisse. Besonders hervorzuheben ist die exzellente Zusammenarbeit von Schule, Elternhaus und außerschulischen Einrichtungen."

Pressemitteilung Programmträger FÖRMIG zum Auslese-Preis >>>
Pressemitteilung der Stiftung Lesen zu FÖRMIG >>>
Pressetext der Stiftung Lesen zu FÖRMIG >>>
Newsletter FÖRMIG-Inside No 7, Extraausgabe >>>
Weitere Informationen zum Auslese-Preis 2007 der Stiftung Lesen  (Pressemitteilung 26.4.2007)


Pressemitteilungen 2006

Sprachenvielfalt - Chancengleichheit. Das Modellprogramm FÖRMIG leistet Beiträge zur Integration.

Erfahrungen des ersten Arbeitsjahres im BLK-Programm FÖRMIG.
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21. April 2006

BEITRÄE ZUR INTEGRATION

Für das von Bund und Ländern Ende 2004 ins Leben gerufene Modellprogramm zur "Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationhintergrund (FÖRMIG)" liegen erste Ergebnisse vor. Die Erfahrungen des ersten Laufjahres in diesem Programm wurden in einem Bericht gebündelt, der jetzt vom Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg vorgelegt wurde. Insbesondere die Zusammenarbeit von Schulen mit beispielsweise den Eltern, Vorschuleinrichtungen, Ausbildungsanbietern, Ehrenamtlichen hat sich als große Herausforderung für die Beteiligten erwiesen. Deutlich ist, dass hier Pionierarbeit geleistet wurde und noch zu leisten ist.
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Pressemitteilungen 2005

22. Februar 2005

FÖRMIG - FÖRDERUNG VON KINDERN UND JUGENDLICHEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND

Die systematische sprachliche Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund steht im Zentrum des Modellversuchsprogramms "FÖRMIG - Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund" der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK). Mit seinem neuen Internet-Portal http://www.blk-foermig.uni-hamburg.de stellt sich das Programm ab sofort der Öffentlichkeit vor.

Das neue Modellversuchsprogramm hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Insgesamt zehn Bundesländer haben Anträge auf Teilnahme gestellt. Das Fördervolumen beträgt 12,5 Millionen Euro. Die Finanzierung liegt zur Hälfte bei den beteiligten Bundesländern, zur Hälfte beim Bundesministerium für Bildung und Forschung. Dem Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg wurde die wissenschaftliche Begleitung des Programms übertragen.

Ein gut ausgebautes, differenziertes Sprachvermögen ist unerlässlich für die Chance auf Schulerfolg. Verschiedene Untersuchungen - nicht zuletzt Studien wie IGLU oder PISA - haben gezeigt, dass es gerade in dieser Hinsicht gravierende Leistungsunterschiede zwischen Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und den deutschen Gleichaltrigen gibt. Im Modellprogramm FÖRMIG sollen innovative Ansätze entwickelt, erprobt und überprüft werden, die systematisch zu einer Verbesserung der sprachlichen Leistungsfähigkeit zugewanderter Kinder und Jugendlicher führen. Dabei geht es nicht zuletzt darum, die Mehrsprachigkeit der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf angemessene und erfolgversprechende Weise in der Sprachförderung zu berücksichtigen.

Die FÖRMIG-Projekte wenden sich drei Themenschwerpunkten zu:

  • Sprachförderung auf der Basis individueller Sprachstandsfeststellung,
  • kooperative Sprachförderung in allen Bereichen des Unterrichts,
  • Sprachförderung beim Übergang in den Beruf.

Die internationalen Schulleistungsvergleichsstudien TIMSS, PISA und IGLU haben ergeben, dass andere Staaten bessere Erfolge bei der Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund erzielen. Ein Charakteristikum von FÖRMIG-Projekten ist es deshalb, Konzepte, die sich in anderen Bildungssystemen bewährt haben, aufzugreifen und weiterzuentwickeln. Besonders erfolgversprechend ist dabei nach den vorliegenden Erfahrungen die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen an der Spracherziehung und Sprachbildung beteiligten Instanzen - der Schule, der Familie, außerschulischer Erziehungs- und Bildungseinrichtungen sowie anderer Partner, beispielsweise örtlicher Bibliotheken oder Vereinigungen von Migranten. Die FÖRMIG-Projekte haben zur Aufgabe, systematisch regionale "Sprachförderpartnerschaften" zu entwickeln und dabei vor Ort vorhandene Ressourcen bestmöglich einzubinden. Dies ist eine besondere Herausforderung für das Modellversuchsprogramm, denn eine geplante, verabredete und verbindliche Zusammenarbeit zwischen der Schule und außerschulischen Partnern bei der Sprachförderung besitzt in Deutschland keine Tradition. FÖRMIG-Projekte werden hier neue Wege gehen - beispielsweise die Einbindung von ehrenamtlich Mitwirkenden oder die Beteiligung von Müttern am Sprachlernen ihrer Kinder, womit zugleich eine Schulung und Sprachförderung der Mütter selbst verbunden ist.

Die am Modellprogramm mitwirkenden Projekte werden von Beginn an wissenschaftlich begleitet und evaluiert, so dass Auskünfte über die Wirksamkeit der Manahmen und über die Möglichkeiten ihrer Ausbreitung möglich sein werden.


Ansprechpartner:
Prof. Dr. Ingrid Gogolin, Sprecherin des Programmträgers
Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg
Tel.: (040)428 38-2127
E-Mail: gogolin@erzwiss.uni-hamburg.de

Prof. Dr. Ursula Neumann
Institut für International und Interkulturell Verlgleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg
Tel.: (040) 428 38-2170 oder 48 54 42
E-Mail: neumann@erzwiss.uni-hamburg.de


Pressemitteilungen 2004
31. August 2004

BESSERE  SPRACHLICHE FÖRDERUNG VON KINDERN UND JUGENDLICHEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND

Start des Modellversuchsprogramms Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund FÖRMIG der Bund-Länder-Kommission in fünf Bundesländern


Kinder und Jugendliche aus zugewanderten Familien sollen eine bessere sprachliche Förderung erhalten, um ihre Erfolgschancen an deutschen Schulen zu erhöhen. Mit diesem Ziel startet morgen das von Bund und Ländern geförderte fünfjährige Modellversuchsprogramm FÖRMIG.

In der Startphase des Programms beteiligen sich die Länder Berlin, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Weitere Länder werden ab 2005 dazukommen. Das Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg hat die Programmträgerschaft übernommen. Programmkoordinatorin des BLK-Programms ist die Behörde für Bildung und Sport in Hamburg.

Das Programm bietet den Ländern die Möglichkeit, innovative Ansätze zur sprachlichen Förderung und Bildung zu entwickeln oder ihre bestehenden Förderkonzepte zu optimieren. Gearbeitet wird zu drei zentralen Themenfeldern: Sprachförderung auf der Grundlage individueller Sprachstandsfeststellung, Durchgehende Sprachförderung in allen Unterrichtsfächern und Lernbereichen sowie Förderung sprachlicher Fähigkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf.

Allen Vorhaben gemeinsam ist der Blick auf die Übergänge im Bildungssystem: vom Kindergarten in die Schule, in weiterführende Schulen, von der Schule in den Beruf. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass alle an der sprachlicher Bildung und Erziehung Beteiligten beispielsweise Familie, Schule, Kindertageseinrichtungen, Bibliotheken, Vereine, Betriebe in die Entwicklung von Förderkonzepten einbezogen werden. Hierfür bilden die Länder in ihren jeweiligen Vorhaben Partnerschaften also regionale Fördernetzwerke, die gemeinsam die Förderkonzepte erproben und ihre Wirksamkeit überprüfen. Mit diesem Ansatz betritt das Modellversuchsprogramm Neuland: Es geht nicht nur um die Förderung in der Schule selbst, sondern um Zusammenarbeit auch über Institutionengrenzen hinweg.

Ziel des Modellversuchsprogramms FÖRMIG ist es nicht nur, spezielle Förderkonzepte zu entwickeln und zu erproben, sondern nach einer wissenschaftlichen Prüfung Modelle auch regelhaft in das Bildungssystem zu integrieren. Der Programmträger richtet eine Geschäftsstelle ein. Hier wird unter anderem ein zentrales Internetangebot entwickelt, das demnächst über das BLK-Programm, die laufend entwickelten Materialien, Erfahrungen und Ergebnisse unterrichtet und zudem über erfolgreiche Ansätze der sprachlichen Bildung und Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund informiert. Hier werden auch vorbildliche Projekte aus dem Ausland vorgestellt. Eine kurze Zusammenfassung des Vorhabens ist bereits unter Neuigkeitenauf http://www2.erzwiss.uni-hamburg.de abrufbar.


Ansprechpartner:
Prof. Dr. Ingrid Gogolin
Institut für International und Interkulturell Vergleichende
Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg
Tel.: (040) 428 38-2127
E-Mail: gogolin@erzwiss.uni-hamburg.de

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Eröffnung FÖRMIG-Kompetenzzentrum
17. Juni 2010