DURCHGÄNGIGE SPRACHBILDUNG: MODUL B 5
Entwicklung von lokalen und regionalen Sprachförernetzwerken (unter Einbeziehung von Eltern)

Sprachliche Bildung geschieht nicht nur in der Kindertagesstätte oder in schulischen Zusammenhängen. Vielmehr können im gesamten kommunikativen Handeln Beiträge zur Sprachentwicklung oder Sprachbildung liegen. Damit einander wechselseitig stützende Wirkungen von den Spracherziehungs- und -Bildungsbemühungen der verschiedenen Beteiligten ausgehen, sollten ihre Aktivitäten möglichst aufeinander abgestimmt sein und einander ergänzen. Für FÖRMIG gilt daher das Prinzip der horizontalen und vertikalen Kooperation: Einerseits sollen die Institutionen zusammenarbeiten, die ein Kind bzw. Jugendlicher in seiner Bildungsbiographie durchläuft - also Kindergarten und Schule, Grundschule und Sekundarstufe, Schule und Beruf ("vertikale Kooperation"; siehe dazu Modul B6). Andererseits sollen horizontale Kooperationen entstehen, indem Institutionen und Personen zusammenarbeiten, die in der jeweiligen Region zur Spracherziehung oder -Bildung von Kindern oder Jugendlichen beitragen (können) - also Bildungseinrichtungen und die Eltern, aber auch Vereine, Bibliotheken, Theater, Zeitungen oder andere Einrichtungen im lokalen Umfeld. Die zusammenarbeitenden Institutionen und Partner sollten möglichst gemeinsame Ziele der sprachlichen Bildung verfolgen, die dazu geleisteten Beiträge wechselseitig kennen und aufeinander abstimmen.

Die FÖRMIG-Basiseinheiten leisten Beiträge zu diesem Bereich, indem sie aktiv auf Eltern zugehen und ihnen die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Bildungsinstitutionen erleichtern. Sie erkunden darüber hinaus Möglichkeiten der Kooperation mit anderen Partnern, treffen Vereinbarungen über die Ziele der Sprachbildung mit ihren Kooperationspartnern und schaffen Gelegenheiten zum wechselseitigen Austausch. Sie versuchen, stabile Netzwerke der Zusammenarbeit in der Region zu knüpfen und kontinuierlich weitere Kooperationspartner hinzuzugewinnen, damit die gelungenen Ansätze sprachlicher Bildung bekannt werden und sich möglichst verstetigen lassen.

Der Programmträger unterstützt die Bildung von Netzwerken durch Anregung und Beratung sowie durch die Präsentation guter Beispiele auf FÖRMIG-Veranstaltungen.

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Eröffnung FÖRMIG-Kompetenzzentrum
17. Juni 2010