TRANSFER UND VERSTETIGUNG

Das Modellrogramm FÖRMIG hat den generellen Auftrag, bereits während der Programmlaufzeit zum Transfer bewährter Ergebnisse in Regelstrukturen beizutragen. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die beteiligten Landesprojekte frühzeitig begonnen, Transferstrategien zu entwickeln, die den jeweiligen landesspezifischen Bedingungen für Innovationstransfer entgegenkommen. Die Transferstrategien reichen von der Etablierung von Tandems zwischen FÖRMIG-Basiseinheiten und anderen Bildungseinrichtungen über die Entwicklung und Bereitstellung von Material bis zur Einbeziehung von Basiseinheiten in die generellen Qualifizierungsangebote eines Bundeslandes. Auch die Einbeziehung strategischer Partner in vielfältige, verlässliche und effektive Kooperations- und Kommunikationsstrukturen gehört zu den Transferstrategien von FÖRMIG. Intendiert ist, den kontinuierlichen Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen verschiedenen Einrichtungen zu ermöglichen.

Als Grundlage für Transfer ist auch die Programmevaluation angelegt. In ihrem Zentrum steht die Ermittlung von Erfolgsbedingungen für sprachliche Bildungskonzepte. Die Evaluationsergebnisse sollen es den Ländern erlauben, Entscheidungen über die Möglichkeiten des Transfers erfolgreicher Konzepte gut zu begründen.

Die Aufgabe, spezifische Transferstrategien zu entwickeln, obliegt den Länderprojekten; Unterstützung erhalten sie vom Programmträger.

Transfer - eine Herausforderung an das Programm FÖRMIG

Unter Transfer wird allgemein die Weitergabe von erprobten und evaluierten Verfahren, Methoden und Konzepten, aber auch von Prozesswissen an andere Bildungseinrichtungen verstanden. Dabei gilt es, die unterschiedlichen Systeme und Kontexte aufnehmender Einrichtungen zu berücksichtigen.

Wie und wann Transfer gelingen kann, darüber gibt es noch viele Unklarheiten. Zu den Erkenntnissen gehört, dass es für einen gelingenden Transfer grundlegend ist, frühzeitig im Modellprogramm vielfältige Kooperationsstrukturen aufzubauen und Transferstrategien zu konzipieren.

In diesem Sinne ist das Modellprogramm FÖRMIG angelegt. FÖRMIG integriert in seine Konzeption verschiedenste Ansätze, von denen anzunehmen ist, dass sie in ihrer Gesamtheit transferförderlich sind und zur Verstetigung bewährter Ergebnisse beitragen können. Dazu gehört, dass FÖRMIG bei der Entwicklung und Erprobung von Gesamtkonzepten sprachlicher Bildung und Förderung - soweit möglich - bereits bestehende Maßnahmen in den Ländern aufgreift und weiterentwickelt. Kontextsysteme, die für einen späteren Transfer entscheidend sind, finden so von Anfang an Berücksichtigung. Begleitet wird der Transferprozess durch die übergreifende Programmevaluation. In ihrem Zentrum steht die Ermittlung von Erfolgsbedingungen für sprachliche Förderkonzepte, wobei auch der Prozess der Vernetzung und Kooperation berücksichtigt wird.

Kontinuierlicher Austausch von Wissen - ein Markenzeichen von FÖRMIG

Ein Markenzeichen von FÖRMIG ist der kontinuierliche Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen mehreren an der Entwicklung von Konzepten und Projekten zusammen arbeitenden Mitgliedern schulischer und außerschulischer Einrichtungen. Die Mitglieder einer Basiseinheit bauen auf diese Weise verlässliche Kooperationen und effektive Kommunikationsstrukturen auf. Sie bringen sowohl ihre spezifischen Kenntnisse in die Entwicklung von Verfahren, Konzepten und Material ein, als auch Erfahrungen über institutionelle Rahmenbedingungen. Hierdurch gewinnen sie bereits in der Entwicklungsphase detaillierte Einblicke in fördernde und hemmende Bedingungen für den späteren Transfer. Durch die Einbeziehung strategischer Partner in eine Entwicklungspartnerschaft bauen die Mitglieder sukzessive zuverlässige Unterstützungssysteme auf, die für einen erfolgreichen Transferprozess unerlässlich sind.

Wie schwierig solch ein Prozess der Netzwerkbildung ist, belegen fast alle Erfahrungen in den Länderprojekten. Sie zeigen aber auch, dass seit dem Programmstart durch FÖRMIG bereits zahlreiche Kooperationen angestoßen und auch ganz unerwartete Ressourcen entdeckt wurden. Das Spektrum der realisierten Partnerschaften ist breit gefächert und reicht von Arbeitskreisen und Initiativen über Vereine, Wohlfahrts- und Berufsverbänden bis zu kommunalen und regionalen Behörden. Gleichzeitig konnten einige Länderprojekte bei der Bildung von Basiseinheiten auf bestehende Kooperationsstrukturen zurückgreifen, deren Wert für die Entwicklungsaufgabe hoch zu schätzen ist.

In der programmbegleitenden Buchreihe FÖRMIG Material ist eine Handreichung zur Transfergestaltung erschienen: Michael Jäger (2008): Wenn Ideen Schule machen. Anregungen zum Transfer von FÖRMIG-Prinzipien und bewährter Praxis.
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Weitere Literatur zum Thema Transfer >>>

Ansprechpartner für die wissenschaftliche Begleitung beim Programmträger:
Prof. Dr. Ingrid Gogolin und Ute Michel (mailto: Michel_Ute[at]erzwiss.uni-hamburg.de)

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Eröffnung FÖRMIG-Kompetenzzentrum
17. Juni 2010
Wenn Ideen Schule machen.
Anregungen zum Transfer von FÖRMIG-Prinzipien und bewährter Praxis