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PROJEKTBESCHREIBUNG
"Sprachförderung und Integration in Ganztagseinrichtungen und Nachbarschaft als außerschulischem Lebensraum (SIGNAL)"

In Grundschulen und KITAS in sozialen Brennpunkten werden bestehende sprachliche Angebote systematisiert, lebensweltbezogene Sprachangebote und -anlässe empirisch erprobt, induktiv zu neuen Sprachfördermodulen entwickelt und als Best-Practice-Beispiele in die institutionelle Sprachförderung integriert. Die Sprachförderung und -bildung richtet sich konkret am Bedarf der Basis aus (Bottom-up-Ansatz).

Ziel ist, die schulsprachliche, kommunikative und soziale Kompetenz von Kindern mit Migrationshintergrund sowie auch deren Eltern im Rahmen der familienorientierten Literalisierung zu fördern. Gleichzeitig soll die Bewusstseinsbildung, Sprachvermittlungs- und Integrationskompetenz der Akteure, die über die Herkunftssprache verfügen, über gemeinsamen Dialog und Aktivität gestärkt werden. Die Entwicklung der Fördermodule verzahnt unterrichtliche, außerunterrichtliche und außerschulische Lernangebote in enger Kooperation von Lehrern und Erziehern mit Eltern und außerschulischen Partnern nach dem Leitgedanken "Miteinander sprechen - füreinander Dasein - voneinander Lernen".

Ein mehrschichtiges Sprachfördernetzwerk bildet die Grundlage für SIGNAL: Der integrative Ansatz der Sprachförderung wird zunächst praxisorientiert im Sinne der Förderung der Alltagssprache durch professionelle ehrenamtliche Integrationsbegleiter über eine Vielzahl von situativen Sprachanlässen "in der Nachbarschaft" praktiziert, vernetzt und in weiteren Schritten außerschulisch und im Förderunterricht der Ganztagsschule verankert. Dabei erfährt die integrative familiale Sprachförderung und Stärkung des familialen Spracherwerbs eine besondere Gewichtung. Elternarbeit, Familienpartner- und Patenschaften, Mutter-Kind-Sprachkurse, Projekt- und lebensweltnahe Spracharbeit werden ebenso wie kreative Leseförderung, Sprachspiele, Theater- und Erzählwerkstätten Bausteine des Programms sein. Überregionale Netzwerke werden die Ergebnisse verstetigen und sie erweitert umsetzen.

Unterstützt wird die integrative Sprachbildung durch institutionenübergreifende Trainings und Fortbildungen zum Erwerb sprachlicher, sozialer und interkultureller Kompetenz für Eltern, Lehrkräfte, Erzieher sowie ehrenamtliche Integrationsbegleiter. Ebenso pädagogisch vorbereitet und begleitet werden die sich bei SIGNAL engagierenden Akteure von Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, von Vereinen, Migrantenorganisationen, Jugendhilfe, Einzelinitiativen und weitere Beteiligte.

Die Umsetzung des Projekts erfolgt in 20 Basiseinheiten (je eine Grundschule, eine Kita und weitere Partner). 2008 wurden die Netzwerke um rund 100 Kitas erweitert. Beteiligt sind gut 100 Mitarbeiter(innen), darunter 80 ehrenamtliche Sprachpaten. Gefördert wurden bis zu 2500 Kinder und 1000 Eltern.




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